Flug Kulmbach -> "Altes Lager" geschafft

Gestern hat das Wetter tatsächlich ein Flugfenster geöffnet; Segelflieger, UL-Flieger und ich natürlich auch kamen alle aus Ihren Löchern und machten Ihre Flieger klar.

Der Tag war bestimmt durch ein Zwischenhocheinfluß, der die Wolkenmassen zumindest auflockern und die Wolkenbasis auch anheben sollte. Am vormittag war die Tendenz zu erkennen, aber auf meinem beabsichtigten Nordkurs liegt quer nach dem Start der Höhenzug "Thüringer Wald", der bis ca 800m NN hoch geht, und die Wolkenbasis war sichtbar noch darunter, eine Querung würde also etwas "experimentel" werden. Muß nicht!

Aber dies sollte sich bis Mittagszeit noch verbessern.

Und die Zeit bis dahin konnte ich auch gut gebrauchen, um meinen ganzen Kram wieder zusammen zu packen: vier Tage entropisches Verhalten meiner Utensilien mussten erst mal wieder eingefangen werden.

So gegen 11 Uhr hatte ich alles zusammengepackt, der Flieger war voll getankt und alles Gepäck auf dem Flieger verschnürt und zu guter Letzt die Formalia am Flugplatz (Lande- , Campinggebühr,...) abgewickelt.

Die Wolkenbasis war nun ca. auf 900m angehoben, und die Wetterfrösche melden fliegbares Wetter auf der kompletten Strecke, wenn auch mit kleineren Regenzellen zu rechnen sei (aber damit kann man umgehen (umfliegen)).

11:58 war Startzeit in Kulmbach, Überflug des "Thüringer Walds" kein Problem, wenn auch die Luft bemerkenswert turbulent war, sehr wahrscheinlich deshalb, weil lebhafter Wind wehte (ca. 25km) und meine Flüghöhe (aufgrund der niedrigen Wolkenbasis) nicht viel Distanz zu den gewellten Höhenzügen aufwies, die dann eben diese Verwirbelungen erzeugten- höher fliegen würde sicher die Situation beruhigen, aber dies ging ja auch nicht wg. der niedrigen Wolkenbasis.

Aufgrund der Wetterbedingungen und der Streckenlänge entschied ich mich mit München Information Kontakt aufzunehmen und um "Flugverkehrsinformation" zu bitten. Damit wird von dieser Stelle der Flug aktiv begleitet und man erhält Informationen zu anderen Flugverkehrsteilnehmern und bei Bedarf auch Wetter-Informationen.

Am Anfang hatte der Controller am Radar ein wenig Probleme mein Transpondersignal auf dem Radar stabil zu erfassen, nach dem Thüringer Wald konnte ich aber etwas noch höher steigen, und dann klappte das auch gut.

 

Auf Höhe von Gera mußte ich zwischen zwei kleinen Schauern durchfliegen (siehe Foto), ein paar Tropfen sind auch bei mir angekommen, aber das wars dann auch; beim Segelflugplatz Laucha, der exakt auf meinem Kurs lag, war Segelflugbetrieb und ein Vorbeiflug bei den Segelfliegern auf gleicher Höhe war schön anzusehen.

 

Um 13:10 erreichte ich dann das Zielgebiet und sah schon von weitem den umfangreichen Schleppbetrieb durch die Trike-Flieger, die die Teilnehmer der Hängegleiter "Flatlands" in die Höhe brachten: 5 Schlepp-verbände konnte ich zählen. Tolles Bild! - Leider vergessen Fotos zu machen :-(

 

Nach Aufnahme über Funk Landung in der Verlängerung der "28" auf der Wiese geklärt, um den Schleppbetrieb nicht zu stören. Ein interessanter Flug geht zu Ende.

 

Die kommende Woche bin ich hier bei den "Flatlands GS" (GS=Gleitschirmflieger) Helfer und werde mit meinem Trike nur kleinere Ausflüge in die Umgebung machen, mal den einen und anderen mitnehmen.

Ich bin mal sehr gespannt, ob wie genügend "tasks" zustandebringen angesichts des sehr durchwachsenen Wetters...

 

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